Ausstellung
Bürger- & Medienzentrum im Landtag BaWü

Nachdem der Land­tag von Baden-Württem­berg in Stuttgart komp­lett saniert und umge­baut wurde, wurden wir beauf­tragt die Dauer­ausstel­lung zur Eröff­nung im Juni 2017 im neu gebauten Bürger- und Medien­zentrum zu gestal­ten und die Um­setzung zu betreuen. Wir haben uns sehr gefreut – ein Auf­trag der Extra­klasse!

In Koope­ration mit den Archi­tekten von Henning Larsen aus München wurden die ersten Ideen weiter­entwickelt, konkre­tisiert und gemein­sam die Gesamt­anmutung der Aus­stellung definiert. Die Anfor­derung der Initia­toren war, dass die Ausstel­lung multi­medial und mehr­dimen­sional erleb­bar ist. Das bedeutet, dass nicht nur digitale sondern auch analoge und haptische Kompo­nenten bein­haltet sein sollten – insbeson­dere auch für Menschen mit Handi­caps. Aus diesem Grund haben wir mit Braille-Schrift gearbeitet, Tast­modelle entwickelt und alle Medien unter­titelt.

Damit die Ausstel­lung mit allen Sinnen erfasst werden kann, haben wir drei­dimensio­nale Objekte, interak­tive Medien und Spiele sowie weitere Objekte ent­wickelt – wie zum Beispiel das Außen­modell des Gebäudes, der Lage­plan zum Anfassen und ein ›begreif­barer Plenar­saal‹. Außer­dem wurde eine aufwen­dige Wand­grafik zur Informations­vermittlung und Orien­tierung ent­wickelt.

Pflegbare Kiosk-Anwendungen

Wichtig war natür­lich auch, dass die Aus­stellung leicht zu aktuali­sieren ist, da der Land­tag alle fünf Jahre neu gewählt wird. Dafür haben wir die inter­aktiven Medien web­basiert via Content Manage­ment System umge­setzt, so dass diese einfach gepflegt und aktuali­siert werden können und auch die physi­schen Expo­nate sind so gebaut, dass sie leicht gepflegt werden können.

GAME ON

Neben klassi­schem Grafik­design, zum Beis­piel für die Wand­grafik, das Leit­system und die Exponate­beschriftung, haben wir auch die 3D-Modelle für den Modell­bauer ent­worfen. Spannend war für uns auch die Erstel­lung der Interview­filme mit den Abgeord­neten aller Fraktio­nen, die mit ihren persön­lichen Hobbies insze­niert wurden. Ein großer Spaß war auch die Entwick­lung von inter­aktiven Spielen, die wir ent­wickelt und um­gesetzt haben. Insge­samt sind so 15 Expo­nate im inter­diszipli­nären Team­work ent­standen.

Ob im Land­tag wohl auch immer so gemein­schaft­lich an gemein­samen Zielen gearbeitet wird?